
Frisbee-Sportarten
Der erste Wettkampf mit Frisbeescheiben nach festen Regeln fand 1954 unter dem Namen „Guts“ statt;
der Mannschaftssport „Ultimate“ wurde in der heutigen Form erstmals 1968 gespielt und führte an den
amerikanischen Universitäten zu massenhaften Clubgründungen. Seit 2001 ist Ultimate Medaillendisziplin
der nicht-olympischen Weltspiele „World Games“. Disc Golf ist eine Sportart für Einzelspieler, die mit
möglichst wenigen Würfen verschiedene Bahnen bespielen, an deren Ende ein Metallkorb steht. Ein Spiel
mit zwei Frisbeescheiben heiĂźt Double Disc Court oder Doppelfeldfrisbee. Dann gibt es weitere Varianten,
die „Field Events“ heißen, wie Weitwurf, Zielwurf, Schwebewurf (die maximale Zeit in der Luft zählt)
oder ein kombinierter Weit- und Schwebewurf, bei dem man werfen, laufen und selber wieder fangen muss.
Der Weltrekord beim Weitwurf liegt ĂĽbrigens bei unglaublichen 250 Metern!
Herkunft des Frisbeesports
Frisbeescheiben als Spiel- und Sportgeräte gibt es bereits seit mehr als 60 Jahren! Den Anfang machten
Kinder und Studenten im US-Bundesstaat Connecticut, wo eine Bäckereikette „Ma Frisbie’s“ Kuchen in
Blechen verkaufte, die sich zum Hin- und Herwerfen eigneten. Dabei riefen diese Kinder und Jugendliche
laut „Frisbie!“, um sich zu warnen. Ein gewisser Walter Frederick Morrison hat dann die ersten
Plastikscheiben hergestellt, die später in Anlehnung an die Bäckerei „Frisbee“ getauft wurden. Für
die unterschiedlichen Disziplinen gibt es heute viele verschieden groĂźe und schwere Sportflugscheiben.
Frisbeesport in Deutschland
Die Anfänge des Frisbeesports in Deutschland reichen in die späten 70er Jahre zurück. Die erste offizielle Meisterschaft im Ultimate fand 1981 in Duisburg statt. Seither gibt es regelmäßige Deutsche Meisterschaften in Ultimate Frisbee (in der Halle und auf dem Rasen), im Disc Golf und im Freestyle Frisbee (artistisches Balancieren der drehenden Scheibe). Der Deutsche Frisbeesport-Verband e.V. (DFV) wurde 1991 gegründet und hat seinen Sitz in Köln. Seine Ziele sind, als Dachverband für alle Frisbeesportarten in Deutschland für die Verbreitung des Sports und des Fairplays zu sorgen (das wird hier „Spirit of the Game“ genannt). Zur Förderung der Nachwuchsarbeit hat er 2008 einen „Supporters’ Club Junioren-Ultimate Deutschland“ gegründet. Inzwischen werden alljährlich Titel bei den Junioren (U15, U17 und U19), den Damen, den Herren (als offene Spielklasse), aber auch bei den Alten Herren und den Mixed-Mannschaften vergeben.










