Navigation Mobile Navigation

Spezialwissen

Helau, Alaaf & Ahoi

Forschen mit Lisa: Was sagt man wo und warum?
Lisa feiert auch dieses Jahr mit dem Freunde-Team Karneval am Rosenmontag. Als sie sich treffen, rufen Willi und Ingo laut und voller Begeisterung „HELAU!“, Franzi und Ferdi rufen „ALAAF!“ und Berti kommt mit einem lässigen „AHOI!“ um die Ecke. Lisa ist verwirrt und macht sich eine Notiz: „Memo an mich. Herausfinden, wie man sich am Rosenmontag begrüßt.“

Als sie wieder zu Hause ist, schnappt sie sich natürlich sofort einen Stapel schlauer Bücher und schmeißt ihren Rechner an. „Das wäre doch gelacht, wenn ich das nicht herausfinde!“, murmelt sie und fängt an zu recherchieren.

Zurück zur Übersicht
Alaaf, Helau und Ahoi
Was ist eine Karnevalshochburg?

Was ist eine Karnevalshochburg?

Eine Karnevalshochburg ist eine Gegend oder Stadt, in der Karneval besonders viel und groß gefeiert wird. Die Hochburgen haben oft eigene Bräuche und Traditionen und dazu gehören auch verschiedene Rufe, die sich die Feiernden zurufen. Dreien davon geht Lisa heute mal auf den Grund.

Karnevalsrufe

Karnevalsrufe

Die Wissenschaft zerbricht sich darüber den Kopf, wo genau viele der Rufe herkommen und wie sie entstanden sind. Darum gibt es viele Ideen und Theorien. Die bekanntesten und verbreitetsten Rufe sind auf jeden Fall „Alaaf“, „Helau“ und „Ahoi“. Im Rheinland wird von Köln bis Aachen „Alaaf“ gerufen. In den anderen Hochburgen begrüßen sich die Narren hauptsächlich mit „Helau“. Man sollte darauf achten, dass man den richtigen Ruf für den jeweiligen Ort benutzt. Das finden nämlich manchmal sogar Narren gar nicht lustig.

Eisbären

Alaaf!

Schon auf ungefähr 500 Jahre alten Krügen in Kölner Museen findet man die Inschriften „all af“. Das ist ein Trinkspruch und bedeutet so viel wie „alles ab“, also „alles austrinken“. Daraus wurde dann wahrscheinlich mit den Jahren das bekannte „Alaaf“. In Köln rufen sich die Jecken „Kölle Alaaf“ zu.

Karnevalsrufe

Helau!

Hierzu gibt es eine interessante und auch gruselige Theorie. In der Karnevalszeit tragen die Jecken und Narren Kostüme, um die bösen Geister und den Winter zu vertreiben. In der germanischen Mythologie gab es die Totengöttin Hel, die mit dem Ruf „Hel mach auf“ wahrscheinlich aufgefordert werden sollte, ihre Tore zu öffnen, damit die Geister wieder dahinter verschwinden. Heute ist davon nur noch ein „Helau“ übriggeblieben.

Eisbären

Ahoi!

Wenn sich die Narren in Norddeutschland begrüßen, rufen sie oft „Ahoi“. Im Karneval bezieht sich das wohl auf eine ganz alte Geschichte, die ein gewisser Sebastian Brant vor über 500 Jahren im Mittelalter geschrieben hat. „Das Narrenschiff“ erzählt von einer Schifffahrt mit einer Besatzung, die typisch menschliche Dummheit an den Tag legt.

Puh! Nach so viel Futter für den Grips, wie wäre es jetzt mit etwas für den Bauch? Vielleicht ein paar leckere Kanevalsmuffins? Hier zeigt dir Willi, wie er seinen Narrenschmaus backt.

schliessen